Juneau
Donnerstag, 21.11.2013 – Mein wirklich letzter Tag in Mexiko

Noch nie bin ich um fünf Uhr morgens freiwillig aufgestanden... Da ich heute so früh blogge, kann es durchaus sein, dass ihr den vom gestrigen Mittwoch noch nicht gelesen habt. Nur um euch drauf aufmerksam zu machen!

Ich kann es nicht glauben. Der Tag, auf den ich jetzt fast drei Monate gewartet habe, ist endlich da. Bevor ich mich auf den Weg zum Flughafen mache, möchte ich noch ein paar Worte zu Mexiko-Stadt loswerden. Ich hoffe, danach vergesst ihr sämtliche Vorurteile über diese Stadt!

Wenn ich an Mexico City gedacht habe, dachte ich an Gewalt, Drogen, Armut und einen schwarzen Himmel aufgrund des Smogs. Das hat wirklich null mit dem zu tun, was ich hier gesehen habe (gut, mit Ausnahme der besoffenen Hippies gleich nach Ankunft). Ich fühlte mich hier sehr wohl und auch sehr sicher. Natürlich darf man nicht blind durch die Gegend laufen, aber ich empfand Paris zum Beispiel viel gefährlicher. Natürlich erschlägt einen das: 25 Millionen Einwohner, die Dunkelziffer viel höher, und die zweitgrößte Stadt der Welt, im Erdbeben- und Sumpfgebiet gebaut. Auf einem ausgetrockneten bzw. teilweise trocken gelegten See! Deshalb ist der Untergrund natürlich weich, und sinkt ernsthaft ab. Man muss sich nur die Kathedrale ansehen, sowie ein paar andere wuchtige Gebäude. Meistens gibt es ein paar Stufen nach unten zusätzlich, und in den Gebäuden befinden sich große Gerüste, dass hier nichts einstürzt. Jetzt zur Metro: klar, die ist voll, stickig, heiß und schwül, aber auf jeden Fall immer ein Erlebnis, und trotz allem ein wirklich effizientes Verkehrssystem, von dem Guadalajara nur träumen kann. Ein Ticket kostet lächerliche drei Pesos, etwa 18 Cent! Entspannen kann man sich dort nicht, denn an jeder Station, und ich meine wirklich, an jeder verdammten Station, steigen irgendwelche Straßenhändler ein, die dir alles Mögliche verkaufen wollen: Schraubenzieher, Taschenlampen, Scheren, Batterien, Handschuhe, Nagelpfeilen, Bücher, Süßigkeiten, Origami-Vorlagen und sonstigen Kitsch. Aber vor allem Musik. Das machen sie folgendermaßen: Mit einem Subwoofer auf dem Rücken beschallen sie den ganzen Waggon.


Übrigens liegt Mexico City in einem Tal, auf knapp 2300 Meter über Normalnull. In Deutschland würde es dann wahrscheinlich die ganze Zeit kalt sein und man müsste bitterlich frieren, aber hier in Mexiko bedeutet diese Höhe ein fast immer angenehmes Klima.


Oft denkst du gar nicht daran, in Lateinamerika zu sein. Diese Stadt wirkt wie eine europäische, entwickelte, westliche Stadt. Der einzige Unterschied: Se habla mexicano! Man spricht Mexikanisch! Mexico City besitzt einen ganz besonderen Charme und ein interessantes Ambiente...


So. Der Koffer ist gepackt. Das Taxi ist bestellt. Es geht los! Bis in etwa 20 Stunden, etwa 15000 Kilometer weiter nordöstlich! <3



Song of the Day: The Box Tops – The Letter

21.11.13 13:28
 


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